3 Dinge, die wir im Juni hypen

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Ein Buch, das trotz aktuell allgegen­wärtigem Over­kill an Motivations- und Inspirations­geschichten dringend auf die Lese­liste gehört, und zwar ganz oben. Foto­grafien, so ästhe­tisch und besonders, dass man sich bei ihrem Anblick selbst in einem überfüll­ten Bus frei und unbe­schwert fühlt. Und eine Doku-Serie, die Hunger auf Reisen und andere Kulturen macht.

1 – Oprah Winfrey: What I Know For Sure

„Oh, Oprah!“ Das war die Reak­tion von JMH-Mit-Gründerin und Co-Texterin Jenny auf einen Text­auszug aus Oprah Winfreys Buch „What I Know For Sure“, den ich ihr geschickt hatte, weil Oprah darin genau das beschrieben hat, wonach wir streben, womit es aber in der Um­setzung noch recht hapert. Oh, Oprah! – war auch ganz häufig mein Gedanke beim Lesen dieses Buches. Mal mit einem seligen Lächeln auf den Lippen, mal – und das passierte blöder­weise in der S-Bahn – schluchzend und Tränen unterdrückend.

Ich lese eigent­lich nie Ratgeber. Denen stehe ich grund­sätzlich skeptisch gegenüber. Dinge, die mir sehr kompli­ziert erscheinen, sind in der Ratgeber-Welt meist in drei Schrit­ten zu lösen. In drei Schritten kommt man zum Beispiel laut Stefanie Stahl zum starken Ich. Eine selbst­bestimmte Zukunft ist nach Jörg Kno­blauch auch nur drei Schritte entfernt. Das kommt doch irgendwie nicht hin. Als ich dann aber entdeckt habe, dass Oprah Winfrey aufge­schrieben hat, was sie ganz sicher weiß – über das Leben, über die Liebe, über Freund­schaft und über Glück – da war jeg­liche Ratgeber­skepsis bei mir dahin. Denn eines weiß ich selbst ganz sicher: In Oprah you can trust.

Diese Talk-Legende hat eine unglaub­liche Kar­riere hingelegt und ist dabei in meinen Augen so wunderbar authen­tisch und aufrichtig geblieben. „What I Know For Sure“ (im Deutschen: Was ich vom Leben gelernt habe) ist eine Samm­lung an Erfahrungen, Erleb­nissen, Gedanken und ein wenig auch Hoff­nungen, die Oprah Winfrey in ihrem Leben begleitet haben. Und diese Gedanken und Gefühle bringt sie so wunderschön aufs Papier, dass man versucht jeden Einzelnen bei sich abzu­speichern, in der Hoffnung, diese Dinge irgendwann genauso sicher zu wissen, wie Oprah.

Because when I‘m doing every­thing I‘m meant to do to keep my mind, body, and spirit whole, I constantly marvel at how other expe­riences fall into place. It‘s as though that beauti­ful line in Paulo Coelho‘s novel The Alchemist comes true: ‚When you want something, all the universe conspires in helping you to achive it.‘
My goal: to stay open to all the universe has to offer. Every year. Every day.Oprah Winfrey

Das ist übrigens die Text­stelle, die ich Jenny geschickt hatte. Oh, Oprah!

– Gehyped von Julia

2 – Alain Laboile: Die Frei­heit der Kind­heit

Der Franzose Alain Laboile ist Fotograf – und Vater von sechs Kindern. Mit außer­gewöhnlichen Schwarz-Weiß-Fotografien gewährt er auf seinem Instagram-Kanal intime Ein­blicke in das Leben seiner Familie. In seinen dokumen­tarischen Arbeiten sieht man Kinder, die so frei und unbe­schwert wohl nur auf einem abgeschiedenen Stück Land, fern trubeliger Städte groß werden. Kaum verwunder­lich, dass man sich – während man in einem Bus sitzt, der sich durchs morgend­liche Verkehrs­chaos schiebt – wünscht, die Welt noch einmal so zu spüren und zu erleben. Unweiger­lich stellt man sich die Frage: Wäre es nicht schön, wenn auch die eigenen Kinder eines Tages so aufwachsen könnten?

– Gehyped von Felix, Julia & Jenny

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Fight, 2008

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3 – Guckt mal an: Street Food auf Netflix

Dass Netflix kuli­narische Geschichten berührend und in schönster Bild­sprache erzählen kann, dürfte spätestens seit Chef’s Table so ziemlich jedem bekannt sein. Und was können Menschen schauen, die auf neue Folgen so sehn­süchtig warten wie auf einen schmierigen Cheese­burger nach einer durch­zechten Nacht? Korrekt, noch mehr Netflix-Produktionen, die die Tat­sache, dass Essen eins der schönsten Dinge der Welt ist, auf ästhe­tischste Weise auf Film gebannt haben.

Zu meinen Favo­riten gehört zurzeit Street Food. Die achtteilige Doku-Serie zeigt, was für eine Bedeutung Straßen­küchen in anderen Ländern haben. In Vietnam, Thailand und Indien ist es der Schlüssel zum Verständ­nis der Kultur. In vielen Regionen essen Ein­heimische täglich Streetfood – einige auch, weil sie zu Hause aufgrund von Platz­mangel keine eigene Küche haben. Doch bei dieser Serie geht es nicht aus­schließlich ums Essen an sich. Sie erzählt Geschichten von Armut, von Leid, von harter Arbeit und vom Scheitern, aber eben auch vom Wieder­aufstehen, vom Kämpfen, von Selbst­losigkeit und von Liebe. Davon, wie Essen Menschen eine Perspek­tive und dem Leben eine Bedeutung gibt.

– Gehyped von Jenny

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